Katja – Seite 3 – Essenheimer Kunstverein

TROTZLUST

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch und Katja von Puttkamer

Eröffnung: Freitag, 26.10., 20 Uhr, Kunstforum Essenheim
Einführung: Dr. Gabriele Rasch im Gespräch mit Klaus Lomnitzer

Finissage: Sonntag, 18.11., 17 Uhr, Malerkollegen unter sich: Katja von Puttkamer im Gespräch mit Klaus Lomnitzer bei frischem Brot und Schmalz

 

Der Essenheimer Kunstverein beschließt sein diesjähriges Ausstellungsprogramm – unter dem Motto der Collage – mit einer großen Einzelausstellung des Frankfurter Malers Klaus Lomnitzer.

Die „Collage“ ist bei Klaus Lomnitzer sowohl ein eigenständiges Ausdrucksmittel als auch ein wichtiger Ausgangspunkt für seine malerischen Bildfindungen. Seine Ausstellung TROTZLUST versteht er als eine erweiterte Collageinstallation, mit der er auf die speziellen Räume des Kunstvereins reagiert. Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen – Folien- und Papierarbeiten – werden von ihm erstmals mit für ihn wichtigen Gegenständen aus seiner privaten Sammlung kombiniert. Die Mixtur aus realen Gegenständen wie Plattencover, Seeigel oder Röntgenbilder bildet einen Bezug zu seiner Malerei und wird von ihm in einen spielerischen Kontext gesetzt. Mit diesem geordneten Durcheinander bricht er den konventionellen Ausstellungsraum auf und begibt sich auf experimentelles Glatteis.

 

Klaus Lomnitzer kehrt mit dieser Ausstellung zu den experimentellen Wurzeln seiner Arbeit zurück. Seit Jahren testet er verschiedene Materialien im Hinblick auf ihre malerische oder plastische Qualität und Nutzbarkeit. Dabei interessiert ihn von klein auf, was hinter der Bildoberfläche liegt. In transparenten PVC-Folien findet er den idealen Bildträger für seine experimentelle Malerei. Die Folien, neuerdings auch Acrylgläser werden zunächst angeschliffen, stark verdünnte Acrylfarben Schicht um Schicht aufgetragen, die Rückseiten schwarz hinterlegt. Auf diese Weise entstehen verblasste, entrückte Farbwelten, in denen sich Erinnertes zum Teil auch ganz Konkretes zu fast surrealen, poetischen Traumbildern verdichtet.

 

Klaus Lomnitzer ist 1970 in Marburg geboren und hat an der Mainzer Kunsthochschule studiert. 2005 erhielt er den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Mainz. Seit 2007 lehrt er Malerei und Grafik am Institut für Kunstpädagogik der Goethe-Universität Frankfurt a.M.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Kerber Verlag erschienen. Der Essenheimer Kunstverein hat zusammen mit den Städtischen Galerien Tuttlingen und Ostfildern sowie den Kunstvereinen Münsterland und Ludwigshafen die Publikation ermöglicht.

 

30/05/2012

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Der Nächste

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch und Anita Grimm-Borchert

Eröffnung: Sonntag, 19.8., 17 Uhr in der Katharinenkirchen, Oppenheim
Einführung: Anita Grimm-Borchert im Gespräch mit Frauke Eckhardt

Tag des offenen Denkmals 9. September 2012! 

 

Unter dem Titel „Der Nächste“ zeigt der Essenheimer Kunstverein eine interaktive Klanginstallation von Frauke Eckhardt im Westchor der Katharinenkirche in Oppenheim. Die Installation greift inhaltlich das Motto des diesjährigen Kultursommers „Gott und die Welt“ auf.

Der Glaube an Gott ist immer verbunden mit der Suche nach ihm, seinem Wesen und Aufenthaltsort. Frauke Eckhardt schickt mit ihrer Klanginstallation “Der Nächste” die Besucher der Kirche auf den Weg, den Klängen der Welt jenseits der alltäglichen Wahrnehmung nachzuspüren und sich auf diese Weise mit der Existenz Gottes zu beschäftigen. Im Zentrum steht die nonverbale Kommunikation, die einen ungewöhnlichen Dialog mit sich selbst, dem Nächsten und dem Raum ermöglicht.

Frauke Eckhardt, 1968 in Frankfurt am Main geboren, studierte nach einer Ausbildung zur Steinbildhauerin an der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste Bildhauerei bei Tim Scott, Kunst und öffentlicher Raum bei Johannes Hölzinger und Tanzskulptur bei Susanne Kirchner. Im Anschluss daran studierte sie audiovisuelle Kunst als Meisterschülerin von Christina Kubisch an der Hochschule für Bildende Künste Saar in Saarbrücken. Seit dem lebt und arbeitet sie in Saarbrücken.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Stadtpfarrkirche in Oppenheim und wird gefördert vom Kultursommer Rheinlandpfalz 2012

 

 

 

30/05/2012

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Collagen Sammeln

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch

Eröffnung: Freitag, 1. Juni 2012, 20 Uhr

Einführung: Dr. Gabriele Rasch im Gespräch mit dem Sammler Prof. Gerhard Meerwein

 

Führung des Sammlers: Sonntag, 3.6., 11 Uhr

weitere Führungen nach Vereinbarung

 

Finissage: Samstag, 23.6., 17 Uhr

mit Dr. Katrin Simons, Professorin für Kunstgeschichte Fachbereich Gestaltung FH Mainz,

zum Thema „Sammeln als Prinzip – die Künstler, der Sammler“

 

 

 

Die Ausstellung Collagen Sammeln führt vor Augen, was Collage im eigentlichen Sinne bedeutet, nämlich das Sammeln von verschiedenen Materialien zwecks ihrer neuen Zusammenstellung. Gerhard Meerwein hat dieses Verfahren zu seinem eigenen Sammlungsprinzip gemacht. Seit rund 40 Jahren sammelt der emeritierte Professor für Innenarchitektur der Fachhochschule Mainz Collagen in allen Spielarten. Seine Sammlung umfasst über 300 Werke aus fast 100 Jahren und den unterschiedlichsten Stilrichtungen. Sie ist in Ihrer Homogenität, was die Konzentrierung auf eine Kunstform angeht, einzigartig. Sammlungsschwerpunkt sind Arbeiten nach 1945 bis heute, die vorrangig in Deutschland entstanden sind. Der Essenheimer Kunstverein zeigt erstmals eine repräsentative Auswahl dieser privaten Sammlung, die sich durch ihre Vielfältigkeit auszeichnet.

Präsentiert werden Arbeiten verschiedener Collagetechniken. Neben fotografischen, geometrisch-konstruktiven und informellen Arbeiten sind auch Objektcollagen und typografische Arbeiten darunter, die aus den Bereichen der visuellen Poesie, Dada oder Fluxus stammen. Unter den Künstlern sind neben international bekannten Größen wie Ulrich Erben, Timm Ulrichs, Wolf Vostell, Jochen Gerz auch junge Künstler aus der Region vertreten, deren Arbeiten zum Teil im Essenheimer Kunstverein erworben wurden. Zum Beispiel Angela Glajcar, Nikola Jaensch, Horst Gander und jüngst Upper Bleistein. Die Ausstellung gibt sowohl Einblick in die Geschichte der Collage als auch in die Persönlichkeit und Motivation des Sammlers Gerhard Meerwein.

 

 

 

 

 

30/05/2012

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Beute Machen – Neues Museum für Bienen

Künstlergruppe finger, Frankfurt zu Gast beim Essenheimer Kunstverein mit einer permanenten Installation in der Gärtnerei Odile Landragin, Mainz-Gonsenheim Eröffnung Sonntag 6. Mai 2012, 11 Uhr mit Honigfrühstück und Künstlergespräch

Am Samstag, den 18. August, 11 Uhr kann bei einem weiteren Honigfrühstück die erste Ernte des Kunstvereinhonigs probiert und gekauft werden.

Was bedeutet Beute Machen und was haben Bienen mit Kunst zu tun?

Im Rahmen eines Honigfrühstücks führt die Kuratorin, Gabriele Rasch, ein Gespräch mit den Initiatoren des Neuen Museums für Bienen, Florian Haas und Andreas Wolf. Die Künstler stellen den ersten Ausstellungsraum des Museums vor, in dem verschiedene Ausstellungsstücke zu sehen sein werden, die mit der Bienenhaltung verbundene ökonomische Aspekte thematisieren. Parallel dazu gibt es Gelegenheit, Honige der Künstlergruppe aus verschiedenen Projekten zu probieren.

Die Frankfurter Künstlergruppe finger, Florian Haas und Andreas Wolf, beschäftigt sich seit 2007 mit dem Thema Bienen. Für ihr Projekt „Stadtimkerei“ stellen sie unter anderem künstlerisch gestaltete Bienenstände an den ungewöhnlichsten Orten im Großstadtraum auf. Bekannt ist zum Beispiel der experimentelle Bienenstand auf dem Dach des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt, den die beiden Künstler seit 2008 betreiben. Mit ihrem Projekt beleuchten sie gesellschaftsgestaltende, ökologische, ökonomische und kulturelle Aspekte der Bienenhaltung, aber auch die Arbeitssituation von Künstlern und die Kunsterwartungshaltung der Besucher.

Als Fortentwicklung haben sie 2011 das Neue Museum für Bienen gegründet, das an verschiedenen Orten angesiedelt werden kann. Der Essenheimer Kunstverein stellt als erste Institution einen geeigneten Standort für die Realisierung dieser Idee zur Verfügung.. Die Ausstellung ist in einem Plexiglaskubus beheimatet, der auf einem Bienenvolk obenauf sitzt. In diesem „Haus der Kunst“ sind verschiedene Ausstellungsstücke zu sehen, die mit der Bienenhaltung verbundene ökonomische Aspekte thematisieren, zum Beispiel wie wichtig die Bestäubungsleistung der Bienen für unsere Nahrungskette ist. Nur zu gewissen Öffnungszeiten wird den Bienen der Zugang zu ihrem Museum ermöglicht, was Besucher im Rahmen von Führungen beobachten können. Außerhalb der Bienen-Öffnungszeiten können sie das Museum auch ohne Voranmeldung besuchen. Führungen und Kinder-Workshops können direkt bei den Künstlern gebucht werden.

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch

Kontakt: gruppe.finger@gmail.com

Mehr Informationen:www.fingerweb.org

Ausstellungsort:

Gärtnerei Odile Landragin, Herman-Ehlers-Str. 12, 55124 Mainz

Öffnungszeiten: Mi, Do, Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr

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17/05/2012

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HOWYOULOOKATIT

Kuratiert von Andreas Preywisch und Dr. Gabriele Rasch

Eröffnung: Freitag, 7.9., 20 Uhr, Kunstforum Essenheim

Grußwort: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Finissage: Sonntag, 30. September 2012, 17 Uhr

Würdigung von Florian Koch, Publizist und Kurator, Kunstblock Frankfurt a.M.

 

Nach den Materialcollagen der Berliner Künstler Ralph Bageritz+Henrik Jacob Anfang des Jahres und der Collagesammlung von Gerhard Meerwein im Juni, zeigt der Essenheimer Kunstverein den Wiener Medienkünstler Thomas Draschan mit surrealen Fotocollagen und Videos.

 

Thomas Draschan, 1967 in Linz a.D. geboren, studierte Film bei Peter Kubelka am Städel in Frankfurt. Mit seinem Film ‚Metropolen des Leichtsinns‘ begann vor mehr als 12 Jahren eine intensive Hinwendung zur Arbeit mit gefundenen Materialien, ‚Found Footage‘, wie er es nennt. Aus Hunderten 16mm-Filmen, Amateurfotos und Postkarten schneidet Thomas Draschan am Computer seine fulminanten Video- und Wandcollagen zusammen, die den Betrachter schwindelig werden lassen. Ein ständig wachsendes Bildarchiv stellt für ihn eine nicht versiegende Energiequelle dar, aus der er immer wieder neue Arbeiten mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte kreiert. Die Ausstellung HOW YOU LOOK AT IT in Essenheim wird die bisher umfassendste Präsentation seiner Arbeit und zeigt diverse Collagen sowie die Mehrzahl an Filmen und Videos der letzten 12 Jahre.
www.draschan.com

 

 

30/01/2012

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Uferfiltrat

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch und Elfie Clement

 

Der Essenheimer Kunstverein zeigt seit gut 20 Jahren zeitgenössische Kunst aus dem Rhein-Main-Gebiet, Gesamtdeutschland und dem Ausland. Mit seiner Gründung ist er zur maßgeblichen Adresse für Gegenwartskunst in Mainz und dem rheinhessischen Umland geworden. Neben zahlreichen Kontakten und Kooperationen mit Galerien und Künstlern aus Berlin, Leipzig und Dresden gibt es auch ein vielseitiges Austauschprogramm mit anderen Kunstvereinen und Künstlergemeinschaften, die es ermöglichen, dass eigene ausgewählte Künstlermitglieder überregional in anderen Städten ausstellen.

 

Auch mit München gibt es seit vielen Jahren gute Beziehungen. Yangbo Zhao z.B. hatte 2006 eine große Einzelausstellung im Kunstforum. Daraus hat sich ein Austausch mit Künstlern der Domagkateliergemeinschaft ergeben, die 2009 zu Gast im  Essenheimer Kunstverein waren. Im Gegenzug werden nun im Januar 2011 elf Künstlermitglieder des Vereins nach München. Sie konnten sich für die Ausstellung in der whiteBox bewerben und wurden hinsichtlich der dortigen außergewöhnlichen Raumsituation ausgewählt. Fünf Künstlerinnen nutzen den Raum für Installationen. Katharina Fischborn zeigt eine raumhohe Arbeit aus hunderten roten Hochdrucklinien, die wie ein Vorhang in den Raum gehängt wird. Die Bildhauerin Elfie Clement wird im Untergeschoss zarte Drahtfiguren hängen, die ein bizarres Licht- und Schattenspiel auf Wände und Folien werfen und wie animierte Zeichnungen wirken. Im Untergeschoss ebenfalls zu sehen Cornelia Rössler, gebürtige Münchnerin, die eine begehbare Fotoinstallation, in der das Thema Haut und Identität eine Rolle spielt, aufbaut. Ebenso im Untergeschoss gibt Bettina Herdina Einblick in eine Art Wunderkammer, in der sie gefundenes und gesammeltes mit eigenen malerischen und zeichnerischen Zutaten skurril verfremdet und kombiniert. Uta Grün zeigt eine archaisch anmutende Wandinstallation „Rachegöttinnen“.

Sechs weitere  Positionen reichen von  Zeichnung (Martina Hahn), über Collage (Nicola Jaensch) bis zur großformatigen, figurativen (Siegfried Räth und Dagmar Bludau) und konkreten Malerei (Horst Gander). Nicole Ahland verunsichert mit ihrem im Grenzbereich zwischen Fotografie und Malerei angesiedelten Arbeiten im Obergeschoss.

 

„Uferfiltrat“ umfasst ein Auswahl von gegensätzlichen künstlerischen Positionen, die allesamt sehr eigenwillig sich dem globalen Kunstmarktgeschmack widersetzen. Angebunden an die Großstädte des Rhein-Main-Gebiets bildet die Region Rheinhessen eine wertvolle Nische, in der noch geheimnisvolle, poetische und meditative Kunst entstehen kann. Die Ufer des Rheins bieten den gemeinsamen Lebensraum der 11 ausstellenden Künstler, die räumlich und inhaltlich im positiven Sinne abseits der schnell konsumierbaren Kunstmarktware stehen. Ähnlich wie in den letzten Jahren bei Freunden des guten Essens die Bezeichnung „slowfood“ für individuelle Produkte steht,  könnte man hier von „slowart“ aus Rheinhessen sprechen.

 

 

30/05/2011

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mit haut und haaren

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch

 

Valérie Wagner lebt seit dem Abschluss eines Studiums der Freien Kunst in London (1992) als freischaffende Fotokünstlerin in Hamburg. Seit 20 Jahren steht der menschliche Körper im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens.

Der Essenheimer Kunstverein wurde auf ihre Arbeit aufmerksam, als sie 2008 für ihre Fotoarbeit „Zeichen“ mit dem Kunstpreis Ökologie ausgezeichnet wurde. Diese Bildserie wurde als Lebens-Zyklus (Geburt bis Tod) konzipiert und besteht aus insgesamt 18 Diptychen, die das Verhältnis von Mensch und Natur in beispielhafter Weise erfahrbar machen.

 

Die Beziehung des Menschen zur Natur – seiner eigenen und seiner Umwelt – steht auch im Fokus der umfassenden Werkschau mit den wichtigsten Projekten der letzten Jahre, die hier zum ersten Mal im Zusammenhang gezeigt werden: beginnend mit der Portrait-Serie DIESSEITS über Hamburger Nonnen und Mönche bis hin zu drei Fotoarbeiten, in denen Mensch und Natur im Zentrum stehen: „Zeichen“, „Weiße Pracht“ und „after shave“, eine aktuelle Arbeit, in der Valérie Wagner eine Beziehung zwischen Intim-/Rasuren und der Gestaltung von öffentlichen Grünflächen herstellt. Diese Fotoarbeit wird in der BBK-Galerie erstmalig öffentlich präsentiert.

 

„Valérie Wagner hat einen Blick für die Widersprüche des Lebens. Sie misstraut dem ersten Eindruck und sucht den Sinn hinter den Dingen. Sie zerlegt, setzt neu zusammen und konfrontiert. Und immer ist sie im Dialog mit den Menschen, die sie fotografiert.“ Dr. Henriette Väth-Hinz, Kunsthistorikerin

 

 

Der Essenheimer Kunstverein führt mit dieser Ausstellung seine Traditionslinie fort, in der interessante Positionen der Fotokunst gezeigt werden, zuletzt Sieghard Liebe, Leipzig, Jay Mark Johnson, Los Angeles, Ilan Wolff, Frankreich, Melanie Wiora, Köln, Valerie Graftieaux, Straßburg, Jens Titus Freitag, Ballweiler, Reinhard Kühl, Berlin.

 

Weitere Informationen: www.valeriewagner.de

Fotos: Valérie Wagner

 

 

 

30/05/2011

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Umgarnungen

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch

 

Die ortsbezogene Installation greift das diesjährige Motto des Kultursommers „Natürlich Kultur“ auf. Die Kölner Künstlerin Ulli Böhmelmann verbindet beides seit Jahren in ihrer Arbeit. Sie ist immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Orten, deren besondere Atmosphäre sie durch subtile künstlerische Eingriffe sinnlich erfahrbar macht.

Ein solcher Ort ist die Kräuter und Duftplanzen Gärtnerei von Odile Landragin in Mainz-Gonsenheim. Hinter dem blauen Hoftor erwartet den Besucher ein verwunschenes Gartenidyll mit südfranzösischem Charme. Bruchsteinmauern, wilde Rosen, alte Gewächshäuser und Bäume werden von Ulli Böhmelmann mit zarten Nylonfäden umgarnt. Natürliche Lebensformen und künstlich geschaffene Strukturen treffen aufeinander, gehen eine zeitweilige Symbiose ein und werfen die Frage nach den Grenzen zwischen Natur und Kultur auf.  Die „Umgarnungen“ von Ulli Böhmelmann sind eine flüchtige, zärtliche Berührung der Natur, mit der sie auf das fragile Gleichgewicht unserer Umwelt aufmerksam macht. Zugleich stellen die „Umgarnungen“ aus transparenten Nylonfäden aber auch kaum sichtbare Eingriffe dar, welche die Wahrnehmung herausfordern und damit die Sinne für die Schönheit der Natur schärfen. Die Ausstellung, die Ulli Böhmelmann in Kooperation mit dem Essenheimer Kunstverein konzipiert und im Garten von Odile Landragin realisiert, bricht aus der gängigen Ausstellungspraxis aus und integriert  Kunst in ein natürlich gewachsenes Stück Kulturland.

 

Gefördert vom Kultursommer Rheinland-Pfalz 2011

Fotos: Ulli Böhmelmann

 

 

30/05/2011

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TRANSIT

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch

 

Der Essenheimer Kunstverein startet im März mit einer neuen Ausstellungsreihe, in der ausgewählte Klassen der deutschen Kunsthochschulen mit ihren ProfessorenInnen Gelegenheit gegeben wird sich zu präsentieren. Den Anfang macht die Keramikklasse von Susanne Ring, die seit zwei Jahren eine Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden innehat.

 

Hinter dem Ausstellungstitel TRANSIT verbergen sich elf Studenten in unterschiedlichen Stadien ihrer Entwicklung und ihre Lehrerin Susanne Ring. Alle verbindet das Interesse für das keramische Material. Aber nicht im traditionellen, kunsthandwerklichen Sinn, sondern als Ausgangspunkt für eine inhaltliche und formale Auseinandersetzung mit dem Thema Raum und Körper. Wie die ungewöhnlichen Arbeiten von Susanne Ring, die farbige Zeichnungen mit keramischen Figuren kombiniert, erproben die Arbeiten ihrer Studenten die produktiven Übergänge zwischen Keramik und Malerei, Zeichnung, Installation oder Materialcollagen. Auf diese Weise entstehen spannende Arbeiten, die verschiedenste Medien miteinander verbinden und mit ihrer Herstellung längst noch nicht abgeschlossen sind, sondern beim Ausstellungsaufbau einen neuen Kontext finden. Der Titel TRANSIT beschreibt diesen künstlerischen Ansatz, der von der Transformation von Formen, Materialien und Raum ausgeht und betont zugleich den Austausch zwischen Ost und West. Schlussendlich steht er auch für die besondere Lebensphase der Studenten, die auf der Suche nach einem eigenen künstlerischen Weg sind.

 

Die neue Ausstellungsreihe soll in den nächsten Jahren fortgeführt werden, um   einen Einblick in  die Kunsthochschullandschaft in Deutschland zu ermöglichen. Zugleich bietet diese Reihe den angehenden Künstlern die Möglichkeit einer frühzeitigen Professionalisierung. Sie können auf diese Weise erste Erfahrungen mit der Institution „Kunstverein“ machen. Dabei sind die Studenten gefragt, ein eigenes Ausstellungskonzept zu entwerfen,  Einladungskarte, Plakat und Katalog zu gestalten.

 

Die Ausstellung TRANSIT ist in Kooperation mit der HfBK Dresden zustande gekommen. Es erscheint ein 50seitiger Katalog, den die Studenten gemeinsam mit ihrer Professorin gestaltet haben.

30/05/2011

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