Katja – Seite 4 – Essenheimer Kunstverein

Heads or Tails

Kuratiert von Anita Grimm-Borchert

 

Die fotografischen Inszenierungen mit dramatischer Lichtführung von Nadin Maria Rüfenacht verweisen auf die Auseinandersetzung der Schweizer Künstlerin mit der kulturellen Bedeutung des Tieres in unserer Gesellschaft . Ihre Faszination gilt auch scheinbar trivialen Objekten, die sie in ihren Stilleben phantasievoll arrangiert und gleichzeitig an die Malerei der Renaissance erinnert.

Carsten Tabel untersucht in seinen Rauminstallationen die Beziehungsverhältnisse zwischen Mensch und Dingwelt mit den unterschiedlichsten Materialien und fordert den Betrachter spielerisch heraus, auf seine „Suchbilder“ zu reagieren. In fragilen Zeichnungen werden narrative, innere Bilder angedeutet. Auch schriftstellerische Arbeiten gehören zum Repertoire von Carsten Tabel, die er als „expressive, literarische Installationen“ im Leipziger Lubok Verlag veröffentlicht. Beide Nadin Rüfenacht und Carsten Tabel haben in Leipzig bei Timm Rautert studiert. Die Ausstellung ist, nach German*s*Pech:Zink im Februar 2011, die zweite Kooperation in diesem Jahr mit der Galerie Kleindienst, Leipzig.

30/05/2011

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Malerei ist keine Waffe

Kuratiert von Andreas Preywisch

 

Der in Hahnheim in Rheinhessen lebende Sven Schalenberg setzt sich seit 2007 ausgehend von dem Surrealisten René Magritte mit Kunst nach der Kunstgeschichte auseinander. Er treibt dabei ein philosophisches Spiel mit Bildtiteln und Schrift im Bild. Magritte selbst malte 1928/29 eine Pfeife und schrieb darunter „Ceci n´est  pas une pipe“, auch wenn sie so aussah, es war ja nur ein gemaltes Bild. Für Schalenberg hinterfragt Magritte damit Realität, Abbild und Malerei tiefgründig. Auf seine Weise wendet der Künstler diese Methode auf Magritte selbst an: Er malt Pfeifen und schreibt darunter „Dies ist kein Magritte“ oder Magritte-Portraits und untertitelt „Dies ist keine Pfeife“. Weitere Bildinhalte, stets meisterhaft gemalt, sind der berühmte Apfel, die Axt, die von der Baumwurzel festgehalten wird,  oder deren Multiplikation als tönerne Soldaten: „Malerei ist keine Waffe“ heißt das Bild – ebenso wie die Ausstellung -, auch wenn untertitelt wird „Dieses ist kein Pinsel“.

So sind hier auch heutige Malerkollegen mittlerweile befragt worden, ob ihr Bild nun ist, was es ist. Und sie, die Malerei, ist es doch. -Waffe-. Oder?

 

30/05/2011

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junge kunst 2011

Kuratiert von Andreas Preywisch

 

Zentrales Thema ihrer Bilder ist die Auseinandersetzung mit den seelischen Zuständen des Menschen sowie seiner Vergänglichkeit. Dies zeigt sich in Szenerien, die oft traumartig, verwirrend und teils surreal anmuten und den Betrachter zum Nachdenken anregen sollen. Jedoch geht es der Künstlerin bei den dargestellten Protagonisten nicht zwingend um deren Individualität oder Charakterstudien, sondern vielmehr um die ihnen zugewiesene, erzählende Rolle innerhalb des Zusammenhangs. So spiegelt Andrea Bierther in einigen Bildern die psychischen Zustände wie Hoffnung, Angst, Sehnsucht oder Einsamkeit durch Tiere wider, in anderen verschwinden Gesichter hinter schwarzen Schleiern, Masken oder scheinen sich gänzlich aufzulösen. Wiederum andere zeigen Personen, die mal triviale, mal absurde Handlungen vollziehen, deren Hintergründe und Folgen ungeklärt bleiben. Traum, Wirklichkeit, Phantasie und Verstörung vermischen sich in den Bildwelten und lassen dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.

30/05/2011

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Los Angeles: x = time

 

Der 1955 geborene amerikanische Fotokünstler Jay Mark Johnson, dessen markante Fotografien bereits im MOMA New York oder im Art Institute of Chicago in der ständigen Ausstellung vertreten sind, bannt mit einer von ihm modifizierten Spezialkamera zeitliche Abläufe und Bewegungen in einer horizontalen Achse auf die Fläche.
Menschen in Bewegung, z.B. beim Schwimmen oder Tai-Chi sowie einzigartige Stillleben, in denen Wellenformationen und Straßenzüge oder Bauern bei der Feldarbeit abgebildet werden, erhalten durch die gleichzeitige digitale Aufzeichnung von Raum und Zeit eine völlig neue Ansichtsweise, die jedoch nicht weiter bildtechnisch manipuliert ist.
Die durch die Gleichzeitigkeit von Raum und Zeit erzeugten rätselhaften Abbildungen zeigen eine Realität, die seltsam wirklich und dennoch unwirklich wirkt und sind eine methodisch und visuell stark erweiterte Form von Bewegungsstudien des späten 19. Jahrhunderts.
Jay Mark Johnson, der in Los Angeles, USA lebt und arbeitet, ist u. a. auch für seine visuellen Effekte bekannt, mit denen er als Regisseur in Filmen wie Matrix und Titanic oder Videos für Madonna und Michael Jackson bereichert hat. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Galerie M. Deschler, Berlin.

 

Kuratiert von Dr. Nicole Beyer

30/05/2011

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Montagepunktverschiebung

Montagepunktverschiebung
Menno Fahl | Friedemann Grieshaber, Berlin

30.9.–23.11.2011

Figur und Architektur, der Mensch in seiner Behausung, die geformte Landschaft und die Stadt sind die Themen des Berliner Bildhauers Friedemann Grieshaber. Plastik und Zeichnung: gegossener grauer Beton und fragiles Papier bilden einen starken Gegensatz, die dennoch eine einmalig symbiotische Beziehung miteinander eingehen. Den Werken Grieshabers ist eine zeichenhafte, würdevolle, philosophische Dimension eigen, die das Rohe des Materials oft zerbrechlich wirken lässt. Friedemann Grieshaber, 1968 in Ravensburg geboren, studierte nach einer Steinmetzlehre Bildhauerei in Stuttgart und Berlin.

 

Seine Arbeiten stehen im Dialog mit den malerischen Holzskulpturen Menno Fahls, die aus Schwemmholz und Draht grob zusammengefügt sind. Daneben finden sich Assemblagen, Collagen, farbmaterielle Bilder und Grafiken auf Nessel, Pappe und Plastik. Fahls Kompositionen sind abstrahiert, aber dennoch dem Figurativen verhaftet. Im Kontrast zu den strengen Betonarbeiten Grieshabers wirken sie verspielt und bewegt. Durch ihre Ursprünglichkeit und starke Farbigkeit wecken sie Assoziationen an Fetische fremder Kulturen. Menno Fahl wurde 1967 in Hannover geboren und studierte Malerei an der Muthesius-Hochschule in Kiel und Bildhauerei in Berlin.

30/05/2011

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„Pleinair Rheinhessen“

Erstes „Pleinair Rheinhessen“ 19. – 25.9.2011 in Essenheim: 

 

Angeregt durch Beispiele in Südfrankreich und Norddeutschland veranstaltet der Essenheimer Kunstverein im September 2011 ein erstes Pleinair Rheinhessen. Kurator ist Andreas Preywisch. Die entstandenen Werke werden für eine Wochenend-Ausstellung im Kunstforum Essenheim präsentiert.

30/05/2011

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