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Di
22. Mai 2007
20.00 Uhr
Kunstforum
Essenheim
Eintritt frei |
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LOSERS AND WINNERS
Dokumentarfilm von Ulrike Franke und Michael Loeken
Die Filmemacher Ulrike Franke und Michael Loeken erzählen die aberwitzige Geschichte von 400 chinesischen Arbeitern, die im Ruhrgebiet eine riesige, die wohl modernste Kokerei der Welt, in Einzelteile zerlegen und nach China verschiffen. Abbruch West – Aufbau Fernost sozusagen. Sonst oft nur abstrakte und schwer zu durchschauende wirtschaftliche Vorgänge lässt der Film hautnah erleben am Beispiel der chinesischen Arbeiter und der letzten Dortmunder Koker, die auch noch helfen müssen, ihre eigenen Arbeitsplätze abzubauen.
„Zwei Welten treffen aufeinander“ schreiben die Autoren, „doch wer ist am Ende Gewinner, wer Verlierer, wenn die Arbeit auswandert und eine deutsche Region das Phänomen Globalisierung auf einmal ganz konkret am eigenen Leib zu spüren bekommt, während im Reich der Mitte täglich neue Visionen entstehen.“
Der mehrfach ausgezeichnete Film bekam von der Filmbewertungsstelle das Prädikat „besonders wertvoll“ unter anderem mit der Begründung, dass ein Dokumentarfilm „reichhaltiger und lebensnaher“ kaum sein kann. Und auch die Presse ist des Lobes voll über diesen außergewöhnlichen Film: „Chinesischer Zukunftsoptimismus, aus den Gesichtern leuchtend und mit Mao-Zitaten täglich angefacht, und europäische Selbstgenügsamkeit… wohl noch nie im Kino konnte man die Symptome einer Zeit derart hautnah miterleben wie in dieser bestechend genauen und mit treffender Ironie gewürzten Beobachtung“ schreibt z.B. die FAZ.
Ulrike Franke und Michael Loeken haben ihr Kommen zugesagt und werden am Dienstag, 22. Mai in Essenheim mit den Besuchern über Hintergründe, Machart und Reaktionen auf ihren Film sprechen.

Ulrike Franke, Jahrgang 1970. Studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Romanistik und Kunstgeschichte in Köln. 1992 Ausbildungsförderung der Filmstiftung NRW im Bereich Regie. Kontinuierliche Mitarbeit an diversen Fernseh- und Kinofilmen. Seit 1996 als Autorin, Regisseurin und Produzentin tätig. Lehrauftrag im Bereich Dokumentarfilm an der isf - Internationale Filmschule Köln, Mitglied in der AG DOK und von 2001 bis 2005 im Vorstand des Filmbüros NW.

Michael Loeken , Jahrgang 1954. Studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln. 1981 Buch und Regie bei dem Dokumentarfilm "Ich hatte schon begonnen, die Freiheit zu vergessen". Von 1982 bis 1996 als Tonmeister bei zahlreichen Dokumentar- und Spielfilm für TV- und Kinoproduktionen tätig. Seit 1996 Autor, Regisseur und Produzent. Mitglied in der AG DOK und im Vergabegremium der Filmförderung des Filmbüros NW (2002) sowie im Vergabegremium Produktion II der Filmstiftung NW (2003).
www.losersandwinners.net
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