Meine Mutter, ein Krieg und ich – Essenheimer Kunstverein

MEINE MUTTER, EIN KRIEG UND ICH

DOKUMENTARFILM VON TAMARA TRAMPE UND JOHANN FEINDT SCHNITT: STEPHAN KRUMBIEGEL
10.4. 2014
20 UHR, KUNSTFORUM ESSENHEIM

 

Tamara Trampe und Johann Feindt nehmen in ihrem neuen Film die Zuschauer mit auf eine Reise in die Vergangenheit, eine Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht.

Die Autoren sind dem Essenheimer Publikum in bester Erinnerung, ihr Film „Wiegenlieder“

hat einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.

 

Zum neuen Film schreibt Tamara Trampe:

 

„Dezember 1942, Woronesh, Russland. Zweiter Weltkrieg.

Auf einem Schneefeld, nahe der Frontlinie, hockt eine junge Frau. Sie drückt ein Mal und ein zweites Mal. So werde ich geboren.

Meine Mutter, Ukrainerin, Krankenschwester der Roten Armee, diente bis Kriegsende in Feldlazaretten, zerstörten Krankenhäusern, kleinen Zelten, immer dem Frontverlauf folgend. Über den Krieg hat sie nie gesprochen. „Lasst mich“, sagte sie.

Zwei Jahre vor ihrem Tod aber haben wir mit ihr gedreht.

Mit diesem Material und vielen Fragen mache ich mich auf die Reise in die Ukraine und nach Russland. Ich suche die junge Frau von damals, das Lebensgefühl. Ich treffe den letzten der acht Geschwister meiner Mutter, meinen Onkel Ivan und drei Frauen, die wie meine Mutter im Krieg waren: eine Fliegerin, eine Sanitäterin, eine Krankenschwester.

Die Erinnerungen lösen sich auf, ihr Schmerz ist geblieben.“

 

Nach der Vorführung wie immer Gespräch mit den Filmemachern.

Der Eintritt ist frei.