Vergiss mein nicht – Essenheimer Kunstverein

VERGISS MEIN NICHT

DOKUMENTARFILM VON DAVID SIEVEKING
17.10.2013
20 UHR, KUNSTFORUM ESSENHEIM

 

„Aus der Tragödie meiner dementen Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist“.

Sagt der Filmemacher David Sieveking.

 

David Sieveking übernimmt für einige Wochen die Pflege seiner demenzkranken Mutter Gretel und dokumentiert mit Einverständnis der Familie diese Zeit, ist also Sohn, Betreuer und Dokumentarfilmer in einer Person. Trotz ihrer zeitlichen und örtlichen Orientierungslosigkeit bleibt seine Mutter heiter und gelassen, hält sich zuweilen für eine junge Frau und David für ihren Mann Malte.

Der Sohn erlebt wunderbar lichte Momente mit seiner Mutter. Sie verliert zwar ihr Gedächtnis, ihren Sinn fürs Sprechen, aber sie gewinnt eine entwaffnende Ehrlichkeit und Unschuld dazu, gepaart mit über- raschendem Wortwitz.

 

Der Film ist auch eine Reise in die Vergangenheit seiner Mutter, einer rebellischen, politischen Frau, Frauenrechtlerin, Revolutionärin. Ungeahnte Geschichten aus dem Leben der Eltern, den Krisen einer „offenen Ehe“ werden entdeckt.

 

„VERGISS MEIN NICHT“ ist ein Film über die Liebe zwischen Mutter und Sohn, Eltern und Kindern, Mann und Frau. Es ist auch ein Film über Alzheimer-Demenz, eine Erfahrung, die viele Familien erschüttert und verändert. Dabei bleibt der Film sehr persönlich, warmherzig, humorvoll und optimistisch.

„Mein Vater und wir Kinder haben von meiner Mutter gelernt, wie wichtig und kostbar es ist, sich Liebe unmittelbar zu zeigen, echte Nähe und Intimität zuzulassen und uns einfach einmal gemeinsam in den Armen zu liegen“, sagt der Filmemacher David Sieveking.

(Aus dem Pressematerial des Verleihs)

 

Gespräch mit dem Filmemacher nach der Vorführung

Der Eintritt ist wie immer frei.