Zwischen Kisten und Tapeten – Essenheimer Kunstverein

ZWISCHEN KISTEN UND TAPETEN

NICOLE AHLAND + PAULA SIPPEL
25.10.2013 - 17.11.2013
KUNSTFORUM ESSENHEIM

Kuratiert von Dr. Gabriele Rasch und Katja von Puttkamer

Eröffnung: Freitag, 25. Oktober 2013, 20 Uhr Kunstforum Essenheim

Einführung: Dr. Ulrike Brandenburg, Kulturjournalistin, Wiesbaden

Finissage: Sonntag, 17. November 2013, 15 Uhr Künstlerinnengespräch mit dem Philosophen

Dr. Christian Rabanus zum Thema „Potenzierte Bildhaftigkeit“

Öffnungszeiten: Sa 14-18, So 11-19 Uhr

 

 

Zwischen Kisten und Tapeten …

lässt sich Einiges finden, was zur künstlerischen Verwertung angetan ist. Im Oktober zeigt der Essenheimer Kunstverein als letzte Ausstellung zum Jahresthema „Andere Räume“ zwei Künstlerinnen, die sich mit dem Thema Raum fotografisch und malerisch auseinandersetzen.

In der 2012 begonnenen offenen Werkreihe „Schau mich nicht an!“ setzt sich Nicole Ahland mit Klassikern der Fotografie auseinander. Sie arrangiert Reproduktionen aus ihrem persönlichen Fundus in unterschiedliche Räumen. Dieses Setting erlaubt neue Formen des fotografischen und des betrachtenden Blicks. Nicole Ahland stellt sich der Herausforderung, angesichts der massenhaften Verbilderung der Welt, im (fotografischen) Blick, den Blick des Anderen und damit den Anderen selbst zu finden – und sie stellt den Betrachter vor die Herausforderung, sich vom Antlitz des Anderen und vom Antlitz des Fremden angehen zu lassen.

 

Die Motive von Paula Sippel entstammen dem familiären Bildrepertoire und zeigen in monumentalen Malereien Szenen der vergangenen Jahrzehnte. Muster, Struktur, Schatten, Mensch – alles überlagert sich in Sippels Arbeiten in schwarzer Farbe und Dunkelheit und ist dennoch, tritt man etwas zurück, überraschend detailgenau zu identifizieren. Paula Sippel findet ihre Motive in einem losen Archiv von tausenden Dias und Fotos, die sie auf Flohmärkten, in Trödlerläden, ersteigert bei Ebay, zusammengetragen hat. Ihre Arbeiten zeigen das in der Schnappschussfotografie verborgene bildnerische Potential unserer Zeit. So fügt die Künstlerin ein Mosaik aus historischen und privaten Zitaten zusammen, die für den Betrachter eine spannende Reise in die Bilderwelt der Paula Sippel bedeutet.

Nicole Ahland, 1970 in Trier geboren, lebt und arbeitet in Wiesbaden. Paula Sippel 1985 in Frankfurt geboren, lebt seit kurzem in Ober-Olm. Beide haben freie Kunst an der Akademie für Bildende Künste in Mainz studiert. Ahland bei Prof. Vladimir Spacek und Sippel bei Prof. Friedemann Hahn.

 

Editionen von Nicole Ahland

„exspectare“ Edition 1; 2013 [Lichtwinkel] Exemplar 3/50

„exspectare“ Edition 2; 2013 [das Dunkle] Exemplar 3/50

„exspectare“ Edition 3; 2013 [Altar] Exemplar 3/50

 

Blattformat 42 x 29,7 cm, Bildformat 19 x 19 cm; Auflage 50, nummeriert und signiert; Alterungsbeständiger Giclée-Druck mit pigmentierter Tinte auf Büttenpapier (Hahnemühle Photo Rag Ultra Smooth 308 gr.) hinter Mirogat-Glas gerahmt, je 340,- Euro

 

www.nicole-ahland.de

http://paula.sippel.de