Kunst – Essenheimer Kunstverein

FOKUS AFRIKA

Eine Veranstaltung des

Essenheimer Kunstverein – Kunstforum Rheinhessen e.V.

 

 

 

In Kooperation mit

Unterwegs für eine gerechte Welt e.V. – Weltladen Unterwegs

 

 

 

FOKUS AFRIKA

von Freitag, 12. April, bis Sonntag, 14. April 2019

im Kunstforum Essenheim

Dokumentarfilme, Gespräche, Workshops, Aktionen und eine Ausstellung

 

Freitag, 12.4.2019

15.00 Uhr – Kunstforum Dalles-Café

Infostand und Expertengespräch

Der Nachmittag steht unter dem Motto „Fairer Handel“. Hier werden Prinzipien des Fairen Handels und der Entwicklungs- und Handelspolitik vorgestellt. Informationsmaterial und afrikanische Produkte aus dem Fairen Handel werden bereitgestellt.

 

19.00 Uhr – Kunstforum

ERÖFFNUNG und

Vernissage mit Bildern von Kwesi Dei-Anang

Kwesi Dei-Anang wurde 1945 in Mampong, Ghana, geboren. Seit 1963 lebt er in Deutschland. Nach dem Studium der Medizin an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz arbeitete er in der Neurochirurgischen Klinik der Universität. Von 1990 – 2010 war er Chefarzt der Neurochirurgie am DRK Schmerzzentrum Mainz. Seitdem ist er als Privatdozent und neurochirurgischer Spezialist im Rhein-Main-Gebiet tätig.

Kwesi Dei-Anang ist Autodidakt und malt seit 1965. Dabei widmet er sich hauptsächlich dem Glauben, der Mystik und sozialkritischen Aspekten. Er sagt:  „Ich lebe seit mehr als 50 Jahren in Deutschland, ich rede deutsch, lebe deutsch – male aber afrikanische Motive – wegen der Sehnsucht nach Afrika, denn in meinem Herzen denke ich afrikanisch.“ Seine atmosphärischen Bilder mit ihren warmen erdigen Farben nehmen den Betrachter mit auf eine Reise in eine andere Welt.

Kwesi Dei-Anang war auf zahlreichen Ausstellungen mit seinen Werken vertreten. Der Erlös durch die Verkäufe geht nach Ghana, um ‚Kinder von der Straße wegzuholen‘. In 62 Fällen ist das bisher geglückt.

Die Ausstellung ist auch Samstag, 13.4., von 14 – 18 Uhr

und Sonntag, 14.4., von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet.

Während der Ausstellungszeiten zeigen wir auf einem Monitor dokumentarische Episoden von Elke Sasse und Bettina Haasen – DIGITAL AFRICA – zur rasanten High-Tech-Entwicklung und Innovationen in Afrika.

 

Presenterin Geraldine de Bastion im Gespräch mit Roy Ombatti von AB3D (Kenia)

 

 

 

 

Schulklasse in Ghana, die mit den Experimentierkästen von DEXT lernt

 

 

 

 

Junge lernt mit der Bildungs-App „Eneza“ (Kenia)

 

 

 

 

 

 

Drohnen-Pilot Teddy Segore von der Firma Charis in Ruanda, die im Bereich Ernteüberwachung arbeitet

 

 

 

 

Aphrodice Mutangana, Leiter des Innovationszentrums kLab in Kigali (Ruanda)

 

 

 

 

Alle Bilder zu DIGITAL AFRIKA  © Berlin Producers

 

20.00 Uhr – Kunstforum

SÜSSES GIFT – 90′

Dokumentarfilm von Peter Heller

Macht Hilfe abhängig und lethargisch? Oder ist Hilfe vor allem ein gutes Geschäft?

Peter Heller packt in seinem Film ein Tabu an, wenn er mit eindrucksvollen Bildern und prominenten Aussagen in drei filmischen Fallstudien aus Mali, Kenia und Tansania der Frage nachgeht, warum nach über 50 Jahren und 1.000 Milliarden US-Dollar Hilfsgeldern, Afrika keinen Entwicklungsschub durchgemacht hat, warum die Länder mit dem größten Förderanteil heute schlechter dastehen als am Ende der Kolonialzeit.

Die Stärke des Films ist es, dass hier vor allem Afrikaner zu Wort kommen. Am Schluss steht die ernüchternde Einsicht, dass die Hilfe ein Geschäft für die Geber ist und für ihre Empfänger ein gefährliches Suchtmittel.

Peter Heller wurde 1946 in Prag geboren und absolvierte die Hochschule für Film und Fernsehen in München. Er widmet sich vor allem sozialkritischen Themen – nicht nur in Afrika, auch in Deutschland. Aus der Fülle von Filmen, die seitdem entstanden sind, stehen hier stellvertretend vier Titel: „Arm würd ich nicht sagen“ / „Mama General“ / „Plattln in Umtata“ / „Cool Mama“.

Nach der Vorführung gibt es ein Filmgespräch.

siehe auch Dokumentarfilm Süsses Gift

 

Samstag, 13.4.2019

15.00 Uhr – Kunstforum Dalles Café

EBASA Workshop

Ziel des interaktiven Seminars ist es, Zusammenhänge von Kultur, Stereotypen, Eurozentrismus und Rassismus zu erörtern und zu erkunden, wie diese Zusammenhänge in der Entwicklungszusammenarbeit wirken und wie wir selber daran beteiligt sind. Ein spezieller Aspekt dabei kann z.B. der Faire Handel, globales Lernen oder Bildungsarbeit im Allgemeinen sein.

Der gemeinnützige Verein Ebasa setzt sich aus ethnologischer Perspektive für nachhaltige Entwicklungen und Globales Lernen ein.

 

18.15 UhrEvangelische Kirche, Kirchstraße

Andacht afrikanisch

mit Pfarrer Simon Meister und Christinnen und Christen der eritreischen orthodoxen Kirche.

 

19.00 Uhr – Kunstforum

ESTHER UND DIE GEISTER – 30′

Dokumentarfilm von Heidi Specogna

Esther lebt in Bangui/Zentralafrikanische Republik. Sie ist erst 7 Jahre alt, als kongolesische Söldner in das Dorf einfallen, ihren Vater töten, ihre Mutter, die kleine Schwester und sie selbst vergewaltigen. Seitdem suchen sie Albträume heim, sie nennt sie ‚Geister‘. Die Familie ist in Umkehrung durch die Verbrechen auf Lebenszeit entehrt. Zur Schule geht sie deshalb nicht mehr, zudem ist sie für den Haushalt und das Überleben der Familie zuständig. Sie ist in jeder Hinsicht ein starkes Mädchen, trotzt ihren Panikattacken und macht den Schultest, um eine Zukunft zu haben.

Heidi Specogna wurde in der Schweiz geboren, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Berlin. Nach Absolvierung der Deutschen Film- und Fernsehakademie – dffb – Berlin drehte sie Filme, gründete eine Produktionsfirma und doziert an verschiedenen Institutionen. Ihre Filme wurden international vielfach ausgezeichnet und beschäftigen sich vornehmlich mit sozialkritischen Themen: U.a. „Tupamaros“ / „Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez“ / „Carte Blanche“ / „Pepe Mujica – Der Präsident“.

siehe auch Dokumentarfilm  Ester und….

 

20.00 Uhr – Kunstforum

ALS PAUL ÜBER DAS MEER KAM – 95′

Dokumentarfilm von Jakob Preuss

Tagebuch einer Begegnung. Von Kamerun nach Berlin, viereinhalb Jahre Odyssee in eine ungewisse Zukunft.

Paul Nkamani ist 30, er studiert und will Diplomat werden. Ein Stipendium in Kanada hat er in der Tasche, bekommt aber kein Visum und muss sein Studium abbrechen, da er zu einem ‚falschen Clan‘ gehört. Er sieht keinen anderen Ausweg als zu fliehen, offiziell anerkannte Asylgründe gibt es für ihn nicht. Nach unendlichen Strapazen – er überlebt ein Bootsunglück, die Sahara, landet in Abschiebehaft auf einer Gefängnisinsel und wartet im berüchtigten Zeltcamp in Melilla/Spanien auf ein Wunder. Das Wunder geschieht, der Regisseur Jakob Preuss ist bei Recherchen im Netz und durch Nachrichten auf ihn aufmerksam geworden. Sie freunden sich an und Preuss schafft es, ihn über Frankreich nach Deutschland zu bringen. LAGeSo, Eisenhüttenstadt, die Odyssee und Demütigungen gehen weiter, bis Preuss eine vorübergehende Lösung findet… Paul Nkamani ist mittlerweile 39 Jahre alt, lebt immer noch in Deutschland und hat eine Arbeit gefunden. Seine Zukunft ist jedoch ungewiss – die Angst bleibt.

Jakob Preuss wurde 1975 in Berlin geboren und studierte Jura in Köln, Paris und Warschau. 2007/08 betreute er das GUS-Referat ‚Reporter ohne Grenzen‘. Sein erster Film „The other Chelsea“ und dieser Film wurden auf diversen nationalen und internationalen Festivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet.

Nach der Vorführung gibt es ein Filmgespräch.

siehe auch Dokumentarfilm Als Paul…

 


Flankierend zum Programm im Kunstforum finden am 8.4.2019 vormittags in der Grundschule Essenheim in den Klassen 2 – 4 Unterrichtseinheiten statt mit Unterwegs für eine gerechte Welt e.V. zum Thema „Schule und Kindheit in Afrika – junge Menschen erzählen aus ihrem Alltag“.

Der gemeinnützige Verein Unterwegs für eine gerechte Welt e.V. ist Träger des Weltladen Unterwegs. Er hat sich zum Ziel gesetzt, Gerechtigkeit im Handel mit Ländern des Globalen Südens zu fördern und entwicklungspolitische Bildungsarbeit im Norden zu leisten. Beiden Zielen wird sowohl durch den Fairen Handel im Weltladen Unterwegs als auch durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit nachgegangen. Der Verein wurde am 31.5.1988 gegründet. Weitere Infos unter weltladenmainz.de


 

Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

Spenden sind willkommen.

 

Das Projekt FOKUS AFRIKA wurde finanziell gefördert vom

Land Rheinland Pfalz / Ministerium des Innern und für Sport MDI

 

 

 

Unterstützt von

 

Ebasa e.V.

 

Gemeinde Essenheim

 

 

Sponsor

Weingut Braunewell

 

 

 

 

 

02/03/2019

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WINTER_ART

 

Ausstellung „WINTER_ART“ im Essenheimer Kunstverein

 

Auch in diesem Jahr präsentiert der Essenheimer Kunstverein am letzten Novemberwochenende wieder „WINTER_ART“, die alljährliche Gruppenausstellung seiner Künstlermitglieder. Vom 29. November bis zum 1. Dezember 2019 sind im Kunstforum (Kirchstraße 2, 55270 Essenheim) die Arbeiten folgender 18 Künstlerinnen und Künstler zu sehen:

 

Karin Böpple, Hans Gaubatz, Frank Hoffmann, Kamen Kissinov, Winfried Mörmann, Ursula Niehaus, Sieglinde Nordmann, Achim Ribbeck, Dagmar C. Ropertz, Peter Schäfer-Oswald, Stefanie Schiller, Sabine Steimer, Imke Stolle-d’Silva, Olga Trachkova, Amador Vallina, Violetta Vollrath, Bodo Witzke und Elly Zindler.

 

Die Ausstellung ermöglicht ein Bild von der Vielfalt der einzelnen Kunstrichtungen, die im Essenheimer Kunstverein vertreten sind: u.a. groß- und kleinformatige Malerei, Zeichnung, Linolschnitt, Siebdruck, Collage, Cartoon, Skulptur und Plastik aus verschiedenen Materialien sowie digitale Arbeiten.

 

Die Vernissage findet am Freitag, 29.11.2019 um 20 Uhr statt. Alle Künstlerinnen und Künstler sind anwesend.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag 14 – 18 Uhr, Sonntag 11 – 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Achtung: Die Straße zwischen Mainz-Lerchenberg und Essenheim ist zur Zeit vollgesperrt. Bitte über die Autobahn (A63) fahren!

24/01/2019

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AUF PAPIER

 

Der Essenheimer Kunstverein präsentiert vom 18. Oktober bis zum 10.

November die Ausstellung „Auf Papier“ – mit Werken seiner Künstlermitglieder Franz Konter, Ulrike Mangel und Ellen Ribbe.

 

Franz Konter setzt sich als Maler und Zeichner seit vielen Jahren mit dem leeren „ZwischenBildRaum“ auseinander. Alle Arbeiten bestehen aus zwei oder mehreren Bildtafeln, auf denen die gestische, halb figürliche Arbeitsweise jeweils am Bildrand endet, um dann leicht versetzt auf dem angrenzenden Bildträger fortgesetzt zu werden. Die Malerei/Zeichnung „passt“ also nicht wirklich, aber sie nimmt Beziehungen auf. Um ein Ganzes herzustellen, muss der Betrachter optisch immer von einer Tafel zur anderen über den leeren Spalt springen – hört diese Bewegung auf, zerfällt das Bild in seiner Gesamtheit. Die Frage nach der (Bild-)Wirklichkeit wird hier ähnlich einem Koan im Zen-Buddhismus als Übung und Erforschung des Sehens immer von neuem gestellt.

 

Ulrike Mangel arbeitet seit 2016 vorwiegend in der Technik des Linolschnitts, eines Hochdruckverfahrens. Die bestechende Vielfarbigkeit dieser Blätter entsteht durch Übereinanderdruck einzelner Linolplatten. Acht bis zehn Mal färbt sie die geschnittenen Platten ein und druckt sie von Hand ab. Mit Löffel oder Falzbein abgerieben, gelangen die Farben aufs Papier und erzeugen Transparenzen und eine unerwartete Dichte. Jeder Druck ist ein Unikat und somit eine einzigartige Preziose. Für die Blätter aus ihrem „Handschriften-Projekt“ verwendet die Künstlerin Schriften von Menschen, die ihr nahestehen. Sie vergrößert die Schriftzüge, spiegelt, teilt und verfremdet sie ins Unlesbare. Der Duktus des Handgeschriebenen, in Linolschnitt übertragen, bleibt dabei jedoch immer erhalten.

 

Ellen Ribbe lotet seit einigen Jahren die Möglichkeiten von Wachs auf Papier aus. Sie arbeitet derzeit parallel an zwei Serien: „Körperlandschaften“ und „Kalender“. Die Körperlandschaften entstehen durch Aquarelltechnik in Verbindung mit Wachs, Tusche, Ölkreiden und Graphit. Sie zeigen abstrahierte Körper mit nur angedeuteten Extremitäten. Der Betrachter wird zur Vervollständigung der Figur in seiner Fantasie herausgefordert. Grundlage der Serie „Kalender“ sind alte Buchseiten, collagiert und mit Malerei und Zeichnung bearbeitet. Diese werden gekoppelt mit einem gewachsten Papier (meist alten Briefumschlägen). Die „Kalenderblätter“ erwecken den Eindruck, als seien sie Relikte der Vergangenheit. Dabei stehen sie für den Versuch, den Lauf der Zeit graphisch, losgelöst von vorgegebenen Einheiten, darzustellen.

 

Zu sehen ist die Ausstellung im Kunstforum Essenheim (Kirchstraße 2). Öffnungszeiten: Sa. 14-18 Uhr, So. 11-17 Uhr.

Die Vernissage findet am Fr., 18.10.2019 um 20 Uhr statt. Die drei Künstlerinnen und Künstler sind anwesend.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

 

 

24/01/2019

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ESSENTIAL TENSION

Essential Tension

 

Die faszinierenden Plastiken der Düsseldorfer Bildhauerin Kirsten Krüger im Kunstverein Essenheim bilden ein Ensemble von zunächst unergründlicher Komplexität. Gemeinsam ist ihnen ein Herstellungskonzept, das sich an organischen Wachstumsprozessen orientiert und die konsequente Materialisierung von Farbe. Kunsthistorische und kulturgeschichtliche Bezüge sind augenfällig. Vorherrschendes Ausgangsmaterial ist ein natürlicher Kunststoff auf Papierbasis. In Verarbeitung und Vegetabilität trägt dieses Material die Aspekte von Wachstum und Kreislauf in sich und wird so auch in Kombination mit Fundstücken und anderen Materialien eingesetzt. Wiederkehrende Elemente oder Motive sind wie Sedimentkanten hervorbrechende Flanken, vielfältige Öffnungen und an Sensoren oder Organe erinnernde Formen. Im Fokus dieser in den letzten Jahren zunehmend abstrakter werdenden Kunst steht das Öffnen von Assoziationsräumen.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich auch die hier gezeigten Zeichnungen, die sich wie ein Zusammengehen von Organischem und Anorganischem lesen lassen. Hier fügen sich Formen, Zeichen und Spiegelungen auf der Suche nach einer universalen Symbolsprache zusammen.

Die Vernissage ist am 30.08.19, 20 Uhr, die Kunsthistorikerin Anke Volkmer führt in die Ausstellung ein.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 31.08. bis 22.09. 2019 im Kunstforum Essenheim, Kirchstr. 2, 55270 Essenheim, samstags 14 – 18 Uhr  und sonntags 11 – 17 Uhr. .

Der Eintritt ist frei.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

24/01/2019

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BLUMEN UND BÄUME in Zusammenarbeit mit der AKADEMIE FÜR WISSENSCHAFTEN UND LITERATUR MAINZ

Seit über 40 Jahren ist Petra Balbach künstlerisch tätig und seitdem beschäftigt sie sich auch mit dem Thema der Ausstellung. Blumen und Bäume tauchen in ihrer Portrait-, Akt-, Stillleben- und Landschaftsmalerei auf und sind fast immer direkt vor der Natur gemalt.

Seit 2013 verändern sich die Arbeiten durch die Beschäftigung mit der Collage. Papierschnipsel aus Zeitungen und Zeitschriften werden so in die Bilder eingearbeitet, dass sie oft erst beim genaueren Hinsehen zu erkennen sind. Es entstehen weitere Bedeutungseben, die durch Schriftfragmente noch erweitert werden können, so weit, wie es der Betrachter möchte und zulässt.

Petra Balbach hat in Frankfurt und Paris studiert, leitet seit 15 Jahren eine eigene Kunstschule in Heidesheim-Heidenfahrt, unterrichtet Zeichnung und Malerei am WBZ Ingelheim und veranstaltet jährlich eine Malreise mit ihren Schülern.

Ausstellungen im In- und Ausland.

Die Vernissage ist am 31. Januar 2019, 18 Uhr in der Akademie für Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz

Die Ausstellung ist geöffnet : Mo – Do 9 – 16 Uhr, Fr. 9 -13 Uhr

Der Eintritt ist frei

16/01/2019

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9. PLEINAIR RHEINHESSEN: MASKEN

 

Eine Woche lang arbeiten 15 Künstlerinnen und Künstler in Essenheim und Flonheim zum Thema Masken, in Essenheim mit verschiedenen Techniken und Materialien, in Flonheim mit Ton. Es sind Petra Balbach, Anna Bieler, Bernd Carow, Hans Gaubatz, Susan Geel, Monika Geisbüsch, Martina Hesse, Rob Jansen, Stefanie Kolb, Sabine Pillwitz-Schaum, Ellen Ribbe, Achim Ribbeck, Kathrin Schik, Amador Vallina und Dorothee Wenz, alle aus Rheinhessen und der benachbarten Region in Hessen. Kuratiert wird das Künstlersymposium von Petra Balbach, Andreas Preywisch und Carmen Stahlschmidt.

Wie kam es zum Thema Masken? A. Preywisch besuchte in Brandenburg eine sehr gute und bemerkenswerte Ausstellung über DDR-Kunst in Potsdam. Sie trug den Titel Hinter den Masken. Das Doppelbödige in vielen der Arbeiten ging so weit, dass A. Preywisch die Frage „Was steckt hinter den Masken?“ für sich mit „Wieder viele Masken!“ beantwortete. Ein Ausstellungstitel mit Frage und Antwort kam eher nicht infrage, so dass es zum Vorschlag Masken kam, was nahe Mainz dann so verkehrt auch nicht sein kann. Der Vorschlag stieß bei den angefragten Künstler(inne)n auf sehr positive Resonanz. Auf die Arbeitsergebnisse darf man gespannt sein.

Zentral ist das gemeinsame Schaffenserlebnis in dieser Woche. Neu ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit der Eberhard & Barbara Linke Stiftung in Flonheim. Das bedeutet, dass sechs Künstler/innen im Atelier der Stiftung plastische Werke aus Ton erarbeiten. Im Kunstforum Essenheim wird in verschiedenen Techniken gearbeitet: Zeichnung, Malerei, Mischtechnik mit unterschiedlichen Materialien.

Die Ergebnisse dieser Woche zeigen die Künstler in zwei Ausstellungen, in Essenheim und in Flonheim.

Vernissage in  Essenheim (Essenheimer Kunstforum, Kirchstraße 2, 55270 Essenheim) ist am Freitag 21.06.2019 um 19 Uhr,  im Anschluss findet das Sommerfest des Essenheimer Kunstvereins mit der „Franz Band“ auf dem Dalles vor dem Kunstforum statt.

Öffnungszeiten: samstags, 22.06.19, 14 – 18 Uhr und sonntags, 23.06.19, 11 – 15 Uhr.

Die Ausstellungseröffnung  in Flonheim  (Eberhard & Barbara Linke Stiftung, Erbes-Büdesheimer Str. 7, 55237 Flonheim) ist am Samstag 22.06.19 um 17 Uhr mit der Band „Sixties Pure“.

Besucht werden kann das Künstlersymposium in Essenheim und das Atelier in Flonheim auch während der Arbeitsphase.

Der Besuch der Ausstellungen ist wie immer frei, Spenden sind willkommen.

 

13/01/2019

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heimART

Ist Lachen weiblich?

„heimART“ – Der Essenheimer Kunstverein zeigt Bilder aus Stoff von Ursula Niehaus

 

 

Heimat, das ist nicht nur das Land, die Region in der man lebt oder aufgewachsen ist. Heimat ist auch daheim. Diesen Aspekt von Heimat im Sinne von „zu Hause“ hat die Stoffkünstlerin Ursula Niehaus, inspiriert vom Thema des rheinlandpfälzischen Kultursommers, zum Gegenstand ihrer neuen Arbeiten gewählt. Daheim tummeln sich all die Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind: Ein Mann rasiert sich morgens vor dem Spiegel, eine Frau mit Lockenwicklern isst Sushi oder sitzt unter der Trockenhaube, eine andere krault ihren Hund auf dem Sofa.

„Es sind gewöhnliche Menschen, alltägliche Situationen, die mich faszinieren“, erklärt Niehaus. „Ein Mann beißt herzhaft in einen Hamburger, eine Frau lacht ausgelassen, ein Stückchen Kuchen verschwindet im nächsten Moment im Mund. Ich beobachte Menschen bei ihrem ganz alltäglichen Tun. Dadurch, dass ich sie zum Bildmotive erwähle, werden sie zu etwas Besonderem. Ein kleiner Hauch Voyeurismus ist schon dabei.“

 

Das Besondere an Niehaus Bildern ist, dass sie nicht gemalt, sondern vollständig aus Stoff collagiert sind. Oft lassen sie den Betrachter erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es sich bei dem verwendeten Material ausschließlich um Textil handelt.

Der gewebte Stoff, die gemusterten Reste von Textilien, die in den Bildern komponiert werden, bilden eine formenreiches Puzzle, das dem neugierigen Auge beim näheren Betrachten ein variables und spannungsreiches Formenspiel präsentiert. Das Stoffliche, das Material der Werke sowie die Spuren der Bearbeitung  werden offenkundig. Beim Zurücktreten, beim Wiedererlangen der betrachtenden Distanz kehren wieder die Personen und die Alltagszenen, zurück, in denen gegessen, gekrault und gelacht – eben fröhlich gelebt wird.  Lassen Sie sich von dieser Heiterkeit der Bilder anstecken und entdecken sie selbst, ob Lachen tatsächlich weiblich bleiben muss.

Ursula Niehaus, bekannt als Autorin historischer Bestsellerromane (u.a. Die Seidenweberin) und Textilkünstlerin, hat seit bald zwanzig Jahren in Rheinland Pfalz ihre neue Heimat gefunden.

Kuratiert wird die Ausstellung von Gunda Kläs und Michael Braun.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 17.5. bis 9.6. 2019 in den Räumen des Essenheimer Kunstvereins, Kirchstr. 2, 55270 Essenheim, Samstag 14:00 – 18:00 Uhr (ausgenommen 1.6.) und Sonntag 11:00 – 17:00 Uhr. Vernissage ist am 17.05. um 20 Uhr.

Eine Soirée mit der Künstlerin findet am 22. Mai um 18 Uhr statt.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein Rundgang durch die Ausstellung mit der Künstlerin Ursula Niehaus und Michael Braun, einem der Kuratoren der Ausstellung. Musikalisch wird die Soirée begleitet mit Improvisationen auf Saxophon und Bassklarinette von Ilse Schröer aus Mainz.

13/01/2019

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A SENSE OF PLACE

A Sense of Place

Paul Critchley

  1. 3. – 7.4.2019

KUNSTFORUM ESSENHEIM (Kirchstraße 2, Essenheim Ortsmitte)

 

A Sense of Place von Paul Critchley ist eine Raum-Installation im Essenheimer Kunstforum mit gemalten Objekten in Original-Größe, wie man sie in fast jedem Haus findet. Einerseits meint A Sense of Place einen physischen Ort, andererseits ein Gefühl der Zugehörigkeit und Identität. Diese Zugehörigkeit zu einem Raum und einer sozialen Umgebung beginnt schon in der Familie und weitet sich aus auf Freunde, Nachbarn, die Straße, die Stadt und die Gesellschaft, deren Teil wir sind.

Die Installation bildet eine visuelle Erzählung. Einzelne Bilder können nur Szenen abbilden. Wenn man sie zusammen fügt, wie in dieser Raum-Installation, bilden sie ein Ganzes, das man wie ein Buch Seite für Seite aufblättern kann, um eine Geschichte zu erfahren.

Ausstellungseröffnung  

in Anwesenheit des Künstlers Paul Critchley

Freitag 15. 3.2019, 20.00Uhr

mit freundlicher Unterstützung von Weingut  Blodt, Essenheim

 

Öffnungszeiten der Ausstellung

samstags 14.00 – 18.00 Uhr

sonntags 11.00 – 17.00 Uhr

 

Der Eintritt ist frei.

02/01/2019

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Simultan

Am Freitag, dem 25. Januar 2019 findet um 20 Uhr die Vernissage der Ausstellung mit dem Titel „SIMULTAN“ Im Kunstforum Essenheim, Kirchstr. 2, 55270 Essenheim statt.Zur Einführung findet ein Gespräch zwischen Künstlerin und den Kuratoren Carmen Stahlschmidt und Andreas Preywisch statt.

 

Normalerweise kommt der Kontakt zum Essenheimer Kunstverein durch Empfehlungen oder Bewerbungen zustande. Im Fall von Ines Beyer war es ein gemeinsamer Arbeitsaufenthalt 2015 mit Carmen Stahlschmidt in Künstlerhaus Schloss Plüschow in Mecklenburg, der zur Ausstellung im Kunstforum Essenheim führte.

 

Die 50-jährige Künstlerin ist in Halle (Saale) geboren, studierte zunächst Literatur und Kunstgeschichte in Berlin, danach Bildhauerei in Dresden, ein Meisterschülerstudium bei Prof. Martin Honert schloss sich an. Seit 2005 lebt Ines Beyer als Bildende Künstlerin in Dresden. Sie lebt in einer Familie mit zwei Kindern. Von der Öffentlichkeit entdeckt wurde sie nach einer Gruppenausstellung „Disegno. Zeichenkunst für das 21. Jahrhundert“ im Kupferstichkabinett in Dresden und einer Einzelausstellung im Leonhardi-Museum Dresden. Ankäufe durch das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Staatlichen Graphischen Sammlung München bestätigen das. Und nun die Ausstellung im Essenheimer Kunstverein.

 

Die Arbeitsweise von Ines Beyer ist sehr arbeitsintensiv. Am Umgang mit einem Zeitungsfoto sei dies geschildert. Sie fand ein Zeitungsfoto eines palästinensischen Jungen in DIE ZEIT. Sie kopiert und vergrößert es in verschiedenen Varianten. Die Vergrößerung des gedruckten Bildes offenbart seine Struktur aus übereinander gesetzten Rastern. Dort, wo sie einen Pullover sehen und sich ihn genau vorstellen konnte, seine gestrickte Textur, das Menschenbild, ist bei vergrößertem Hinsehen etwas ganz anderes.

Die Differenz zwischen den Strukturen markiert vielleicht die Distanz zum Geschehen.

So kommt die Künstlerin zur Zeichnung von Rasterstrukturen. Inzwischen experimentiert sie: verschiedene Strichsetzungen, Größen und Abstände, dabei vereinzelt auch in großen Formaten.

Aktuell hat sie begonnen, eine zweite gezeichnete Struktur über die erste zu legen. Das führt zu Überlagerungen und zum Entstehen und Zerfallen von Mustern.

 

Ein zweiter Teil ihrer Arbeit geht wieder aus von gesammelten Fotos. Diese hat sie mit Nadel und Faden auf weiße Museumshandschuhe übertragen, wobei sich ihre Stickerei oft auf die textilen Teile des Bildes konzentriert, auf Tücher, Decken und Kleidung.

Parallel experimentiert sie mit den Möglichkeiten der maschinellen Bestickung und deren digitaler Programmierung. Sie orientiert sich hier an gedruckten Rasterstrukturen, die sie in die textile Technik überträgt. Der lineare Verlauf des Fadens beschreibt so zeilenweise in dichteren und offeneren Schraffuren das Hell-Dunkel des abgebildeten (textilen) Motivs. Zur Zeit entwickelt Ines Beyer die Umsetzung einer zweifarbigen Bestickung , in der zwei verschiedenfarbige Raster im Winkel zueinander versetzt übereinander gestickt werden.

 

Der Besuch von Vernissage und Ausstellung ist wie immer eintrittsfrei, Spenden sind natürlich willkommen. Die Öffnungszeiten sind samstags 14 – 18 Uhr und sonntags von 11 – 17 Uhr. Die Ausstellung endet am 17. Februar.

 

Gez. A. Preywisch

 

22/11/2018

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Wir haben Arbeitskräfte gerufen . . .

Fotoausstellung des Forums für zeitgenössische Fotografie, Mainz in Zusammenarbeit mit dem Essenheimer Kunstverein
5.10. – 21.10. 2018
Kunstforum Essenheim
Unter Max Frischs Motto von 1965 „Wir haben Arbeitskräfte gerufen und es kommen Menschen“ haben vier Fotografen des Forums für zeitgenössische Fotografie Mainz versucht, die erste Generation jener erwünschten Arbeitsmigranten zu porträtieren, die mit dem Begriff ‚Gastarbeiter‘ nur unzureichend beschrieben wäre. Heute gehen diese Menschen in Rente.
Fasziniert hat die Fotografen, wie ein langes Arbeitsleben in der Industrie diese oft kaum ausgebildeten Arbeitskräfte verändert und geprägt hat. Wie sehen sie sich selbst? Wie fällt ein Rückblick auf Erreichtes aus?
Mit Fotos, Videos, biografischen Ergänzungen und Objekten wird ein Bild dieser Migranten erstellt, die nach der direkten Anwerbung im Ausland zunächst oft in Wohnheimen auf Firmengrund untergebracht waren und deren spätere Rückkehr ins Heimatland durchaus erwartet wurde. Erstaunlich, wie erfolgreich diese Menschen trotzdem hier Fuß fassen konnten, von Arbeitskollegen akzeptiert wurden und schließlich Familien gründeten, die der zweiten und dritten Generation die besseren Chancen mitgeben konnten, in Deutschland erfolgreich leben zu können.
Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Essenheim statt.
Der Kultursommer Rheinland-Pfalz mit dem diesjährigen Motto ‚Industriekultur‘ hat das Projekt unterstützt.
Wir laden ein zur Vernissage am 5. Oktober um 20 Uhr im Kunstforum Essenheim.
Die Ausstellung ist  vom 6.10. – 21. 10. jeweils Freitag – Sonntag 11-17 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ist frei

30/09/2018

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