Titelbild Essenheimer Kunstverein

ERWEITERTE REALITÄTEN Rolf Blume | Hannover

4. bis 27. November 2022

 

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Finissage der Ausstellung mit Gitarrenkonzert: Sonntag, 27.11., Konzertbeginn: 16:00 Uhr

Mit einem 30-minütigen Gitarrenkonzert schließt am 1. Adventsonntag diese Ausstellung von Rolf Blume. Ein achtköpfiges Gitarrenensemble der Finther Musikschule „Musik erleben“ unter Leitung von Claudia Limberg spielt eine kleine Zeitreise durch die Jahrhunderte und verschiedene Musikstile.

Lassen Sie sich verzaubern von kontemplativer Renaissancemusik, frischen folkloristischen, französischen und südamerikanischen Walzern und Tänzen. Und nutzen Sie vor Ausstellungsende noch die Gelegenheit, Rolf Blume und seine faszinierenden Objekte, Assemblagen und Skulpturen zu erleben.

Die Ausstellung ist an diesem Tag von 11:00–17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Sponsoring: Weingut Wagenknecht.

 
Ein Einblick in Rolf Blumes Arbeiten während der Vernissage. zum Film (mov / 1:35 min.)

Über die Ausstellung

Rolf Blumes künstlerisches Material sind die wenig wertigen Verpackungen und Reste unseres Konsum-Alltags. Er arbeitet mit einfachen industriell hergestellten Massenprodukten wie Joghurtbechern, Flaschen, Luftschlangen, Locherschnipseln, Eierkartons, Strohhalmen, Fadenmaterial, Stoffresten und Vielem mehr. Sie sind ihm Ausgangspunkt und Inspiration für Objekte, Assemblagen und Skulpturen – kleine, große und übergroße. Die einen hängen von der Decke, andere liegen auf dem Boden, andere füllen den Raum. 

Blume befreit in den vorgefundenen Dingen, die „zu nichts mehr nutze sind“ und allenfalls recycelt werden, ihre ungenutzten Kräfte und ihre verborgene Poesie. Er gibt ihnen Raum für neue Zusammenhänge. 

Dazu spielt und experimentiert er mit den Materialien, bis er unter ihrer einschnürenden Zweckgebundenheit den verschütteten Sinn findet. Er nennt dies den „verborgenen ästhetischen Mehrwert“. Er ist Ausgangspunkt, um aus etwas „etwas ganz anderes“ zu machen. Und so fügt er zartes, empfindliches Material zu (komplexen) Objekten von oft überraschender Kraft zusammen – weit entfernt von der Wertlosigkeit. 

Rolf Blume sieht sich als Bricoleur. Er folgt dabei einer Maxim von Claude Levi-Strauss, der den Begriff der Bricolage mit seinem Konzept des „Wilden Denkens“ in die Wissenschaften einführte: nehmen und verknüpfen was da ist. Blume erschafft aus Vorgefundenem schlüssige neuartige Einzelstücke von großer Präzision. Sie sind ungewohnt, offen, leichtfüßig, optimistisch, empathisch, eigensinnig und voller Humor. Es sind Objekte und Skulpturen, die neugierig und Lust machen, zu entdecken, zu enträtseln, zu deuten oder einfach zu staunen.

Die Ausstellung ist geöffnet:
Samstag, 5.11., 12.11., 19.11. und 26.11. jeweils von 14–18 Uhr
Sonntag, 6.11., 13.11., 20.11. und 27.11. jeweils von 11–17 Uhr
Freier Eintritt


Über Rolf Blume
Rolf Blume –1954 in Dortmund geboren und dort aufgewachsen, arbeitet in Hannover. 
1972 Architekturstudium  an der TU Braunschweig, anschließend Arbeit als Architekt
2003 Atelier in Hannover
seit 2007 ausschließlich freischaffender Künstler
2005 Teilnahme Int. Triennale du Papier No.5, Charmey, Schweiz
2008+2009 Förderkünstler der Contemporary Art Ruhr, Essen
2009–2011 Ausbildung Kuratorische Praxis, ZFW/cl3, Uni Hildesheim
2010 Landeskunstpreis Niedersachsen
2016 Int. Blooom-Award, Nominee, Köln
2022 Atelierförderung der Stadt Hannover

Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Mehr zu Rolf Blume mit Einblicken in sein vielseitiges Werk: www.rolfblume.de