Googoosh, Irans bekannteste Sängerin und Schauspielerin, ist seit über 50 Jahren eine Ikone und Pionierin der iranischen Popkultur. Ihre internationale Karriere mit Auftritten auf der ganzen Welt endete abrupt mit der islamischen Revolution 1979: Auftrittsverbot, Gefängnis und 21 Jahre Hausarrest.
Durch unglaubliche Umstände gelingt ihr im Jahr 2000 die Ausreise und ein unerwartetes Comeback im Exil. Sie lebt fortan in den USA und begeistert bis heute ein riesiges Publikum, hat Millionen Fans auf allen Kontinenten und aus allen Generationen.
Ihre bewegende Geschichte machte Googoosh zu einer Stimme des Widerstands und zu einem Symbol der Hoffnung. Man findet kaum eine Iranierin, einen Iraner, die nicht mindestens eines ihrer Lieder samt Text kennen.
Die deutsch-iranische Regisseurin Niloufar Taghizadeh rekonstruiert das bewegte Leben Googooshs mit allen Höhen und Tiefen anhand farbenfroher Archivmaterialien und detaillierten Interviews. Es ist ein intimes Porträt dieser gefeierten Ikone und ein vielschichtiges historisches und kulturelles Zeugnis des Iran.
Googoosh erzählt im Film ihre Geschichte in eigenen Worten – von den wilden Anfängen der iranischen Popkultur bis zum unermüdlichen Kampf gegen die Unterdrückung.
"Ein Film, der auf emotionale Art politisch ist. Ein Film, der zur rechten Zeit kommt und dessen 95 ergreifende Minuten über die lebendige Grande Dame der iranischen Popkultur sich aus vielen Gründen unbedingt lohnen." epd film
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Regie: Niloufar Taghizadeh
Produktion: Windcatcher Productions GmbH in Zusammenarbeit mit ZDF / ARTE
Verleih: mindjazz pictures
Niloufar Taghizadeh kommt zum Film nach Essenheim und freut sich auf das anschließende Gespräch mit dem Publikum.
Sie wurde im Iran geboren und fing schon früh an, im Filmbereich zu arbeiten. Seit 1996 lebt sie in Deutschland und studierte an der Athanor Akademie Filmregie. Sie hat viele internationale Projekte als Autorin und Regisseurin begleitet und auch im Produktionsbereich mitgewirkt. Einige Filmprojekte entstanden in Zusammenarbeit mit Arte und ZDF. 2019 gründete sie ihre Produktionsfirma Windcatcher Productions.
Ein wichtiges Thema in ihren Filmen sind Menschenrechte, insbesondere Frauen- und Kinderrechte. Unterdrückung in jeder Form – sei es in Kunst und Kultur oder sozialen Verhältnissen – versucht sie anhand von persönlichen Geschichten mit ihren Filmen für das Publikum spürbar zu machen.
Grimme-Preis-Nominierung
Niloufar Taghizadeh ist für ihre herausragenden dokumentarischen Einblicke in Gesellschaft und Kultur des Iran sowie die eindrückliche Vermittlung der Alltagssituation der Bevölkerung im Kriegszustand („Nilas Traum im Garten Eden“, „Googoosh – Made of Fire“, „Tagebuch aus Teheran“) (ZDF/ARTE) für den 62. Grimme Preis 2026 nominiert.


